Sanieren Blog

20. Februar 2014

Schallschutz für den Boden: Tipps für die Sanierung

Geschrieben von Katharina in Innensanierung

Ein gut sanierter Boden, der Geräusche dämmt, ist viel wert – gerade in Mehrfamilienhäusern. Doch bei einer Sanierung muss einiges beachtet werden, damit die Maßnahme gelingt. Denn die Gefahr besteht, dass man mit der gut gemeinten Dämmung das Gegenteil erreicht und die Schallübertragung verstärkt.

Fester Unterbau erforderlich

Um einen ausreichenden Schallschutz zu gewährleisten, ist nicht nur ein neuer Bodenbelag fällig, sondern der Unterbau muss solide und gut gedämmt werden. Sobald die Fliesen zu Stolperfallen geworden sind und die Dielen knarren, ist die Zeit zum Sanieren gekommen. Wenn ein dicker Teppich mit einer Kork-, Filz- oder Schaumfolie nicht mehr hilft, die Trittgeräusche genügend zu dämmen, müssen weiterreichende Maßnahmen ergriffen werden.

Schwimmender Estrich

Baumaßnahmen in Altbauten sind bei der Sanierung in der schalldämmenden Wirkung Grenzen gesetzt. Eine gute Schalldämmung am Boden kann durch einen schwimmenden Estrich erzielt werden. Dabei bekommt der Estrich keinerlei Verbindung zu den Wänden oder der Decke. Dadurch wird vermieden, dass sich Schallbrücken bilden können, welche den Schall fast gänzlich weitertragen.

Schallbrücken vermeiden

Der Untergrund muss in jedem Fall eben, trocken, sauber und tragfähig sein. Wenn sich Rohrleitungen auf dem Unterboden befinden, muss ein Ausgleich erfolgen. Damit keine erneuten Schallbrücken entstehen und der Estrich keinerlei Risse bekommt, wird der Höhenausgleich in einer gebundenen Form bewerkstelligt. Dies kann mit Dämmstoffplatten aus Schaumstoff oder aus mineralischen Fasern gemacht werden. Die Dämmstoffplatten werden im Verbund verlegt. Als Abdeckung wird eine ungefaltete PE-Folie darüber gelegt. Nach der Belastung und der Festigkeit des Estrichs richtet sich dessen Stärke. Beim Einpassen der Randdämmstreifen ist unbedingt darauf zu achten, dass nicht erneut Schallbrücken entstehen. Abschneiden sollte man die überstehenden Teile erst dann, wenn der Einbau des Bodenbelages beendet ist.

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