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19. Dezember 2013

Bodenbeläge für Allergiker – Die richtige Auswahl treffen

Geschrieben von Julia in Tipps und Tricks

Allergiker haben es nicht leicht und das nicht nur, wenn sie draußen unterwegs sind, sondern auch zu Hause kann die lästige Allergie für Probleme sorgen. So muss man schon bei der Einrichtung sowie den Boden- und Wandbelägen darauf achten, dass diese für Allergiker geeignet sind und die unschönen Symptome nicht unnötig fördern. Insbesondere beim Bodenbelag stellt sich für Viele die Frage, ob nun glatte Beläge besser geeignet sind als Teppiche.

Allergiker bevorzugen glatte Oberflächen

Teppiche waren unter Allergikern lange Zeit verpönt, galten sie doch als idealer Nistplatz für Milben, Staub und Pollen aller Art. Das Entfernen solcher Beläge aus der Wohnung zählte zu den ersten Sanierungsmaßnahmen für Allergiker. Dabei griffen sie bevorzugt auf Naturholzböden, Fliesen oder Industrieböden, wie PVC und Linoleum, zurück. Die Hartböden verfügen über eine glatte Oberfläche, die sich leicht reinigen lässt. Im Unterschied zu Teppichböden haben Milben, die Sporen von Schimmelpilzen und Pollen kaum Chancen, sich hier festzusetzen. Darüber hinaus lässt sich ein Hartboden feucht wischen. Das Wasser bindet die Staubpartikel viel effektiver als die trockene Luft eines Staubsaugers. Teppichböden sorgen zudem durch den Abrieb der Fasern für weiteren Staub. Dieser teppicheigene Staub macht es Milben und Pollen einfacher, daran Halt zu finden. Bei Hartböden existiert dieses Problem nicht.

Ein Staubfänger im positiven Sinn

Doch der vermeintliche Vorteil kann sich auch zum Nachteil verkehren. Da die Staubpartikel auf Laminat etwa nicht gebunden sind, wirbelt sie jeder Luftzug in die Höhe. Sie geraten dadurch schneller in die Atemluft als bei einem Teppich, denn dort verhaken sich Milben, Sporen und Pollen in den Fasern. Wenn man den Teppich regelmäßig reinigt, so ist ein Teppichboden auch für Allergiker geeignet. Ein zweimaliges Saugen in der Woche reicht, um etwa zu verhindern, dass sich Milben langfristig einnisten können. Des Weiteren kann man mit modernem Teppichschaum auch eine Tiefenreinigung vornehmen und somit nicht nur oberflächlichen Schmutz und Milben entfernen.

Das Material ist entscheidend

Beim Kauf des Teppichs spielt jedoch die Wahl des Materials eine entscheidende Rolle. Teppiche aus Kunstfasern haben den Nachteil, dass ihnen Chemikalien zugesetzt sind, welche sich mit der Zeit aus der Faser lösen und allergische Reaktionen hervorrufen können. Aber auch bei reinen Naturprodukten aus Sisal oder Wolle ist Vorsicht angebracht: Die Hersteller und Händler sprühen diese Böden während der Lagerung gelegentlich mit Chemikalien ein, um sie vor Mottenfraß zu schützen. Diese Substanzen gelangen in die Atemluft, sobald man über den Teppich läuft, denn der Abrieb setzt die Moleküle frei. Mittlerweile unterzieht der TÜV solche Teppichböden einer Prüfung und verleiht das Siegel „Für Allergiker geeignet“. Beim Verlegen eines solchen Teppichs wiederum sollte man auf Kleber jeglicher Art verzichten – die Leimstoffe verdunsten und können ebenfalls Allergien auslösen. Stattdessen bietet der Handel moderne Verlegesysteme aus Klett an, die für Allergiker unbedenklich sind.

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